Aufgaben

Der Landtag Nordrhein-Westfalen  hat seinen Sitz in der Landeshauptstadt Düsseldorf und ist das zentrale Organ im politischen System unseres Bundeslandes. Der Landtag beschließt oder ändert Gesetze, Die Gesetzgebungskompetenz liegt im Schul- und Bildungswesen, beim Polizei- sowie beim Gemeinderecht.

Gesetzesvorlagen können durch eine Fraktion oder durch eine Gruppe von mindestens sieben Mitgliedern des Landtages eingebracht werden. Neben den Abgeordneten  hat die Regierung  durch das Einbringen von Gesetzesvorlagen eine zentrale Rolle. In 1. Lesung werden die Gesetzesvorlagen in der Regel allgemein diskutiert und anschließend einem Fachausschuss, gegebenenfalls auch weiteren Ausschüssen, zur Beratung überwiesen.

Die Fachausschüsse beraten die Vorlagen detailliert, und können  Experten, Lobbygruppen oder vom Gesetz Betroffene anhören. Der Fachausschuss überweist dann den Gesetzesentwurf mit einer Beschlussempfehlung für die Abgeordneten  zur zweiten Lesung in den Landtag. Dort beraten die Abgeordneten den Gesetzentwurf erneut. Über die Änderungsvorschläge wird einzeln abgestimmt und abschließend über die gesamte Gesetzesvorlage. Der Landtag entscheidet mit Stimmenmehrheit, soweit die Verfassung keine höhere Hürde vorschreibt. Der Landtag ist beschlussfähig, wenn mehr als die Hälfte seiner gesetzlichen Mitglieder anwesend ist. 
 
Der Landtag wählt den Ministerpräsidenten Nordrhein-Westfalens, in geheimer Wahl  mit mehr als der Hälfte der gesetzlichen Zahl seiner Mitglieder. Als Ministerpräsident kommt  nur ein Mitglied des Landtags in Frage.  Der Landtag hat keinen direkten Einfluss auf die Ernennung oder Entlassung der Landesminister, die zusammen mit dem Ministerpräsidenten die Regierung bilden. 
 
Sofern keine einzelne Parteien die absolute Mehrheit erreichen, wird im Landtag in eine Regierungskoalition aus mehreren Parteien gebildet, die über eine Mehrheit der Mitglieder des Landtages verfügt und einen ihrer Abgeordneten zum Ministerpräsidenten wählt. Der Ministerpräsident bildet die Regierung im Falle einer Koalition meist aus Politikern der Regierungsparteien. In der Praxis führt die Wahl des Ministerpräsidenten durch eine stabile Regierungskoalition dazu, dass die Landesregierung für ihre Gesetzesvorlagen im Landtag eine gesicherte Mehrheit findet und damit erheblichen Einfluss auf den Gesetzgebungsprozess nimmt.
 
Gegenüber der Landesregierung besitzt der Landtag umfangreiche Kontrollmöglichkeiten. Er kann die Mitglieder der Landesregierung zur Befragung in den Landtag rufen und muss dem von der Landesregierung vorzulegenden Haushaltsentwurf zustimmen. Von der Regierung geschlossenen Staatsverträgen muss der Landtag zustimmen. Nicht zuletzt kann der Ministerpräsident durch konstruktives Misstrauensvotum jederzeit abgelöst werden. 
 

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